
Single Source of Truth: Wie Standardsoftware die verlässliche Basis für künstliche Intelligenz bildet
Arbeiten mit KI – aber auf welcher Datenbasis?
Wie lässt sich KI in bestehende ERP-Systeme einbinden? Welche APIs braucht es und wie bleibt der Zugriff sicher?
Doch bevor man in die technische Umsetzung geht, muss man sich zuvor die Frage stellen, wie verlässlich und aktuell die verwendeten Daten sind.
Daten sind schon heute der Rohstoff der Versicherungswirtschaft. Handlungskompetenz entsteht jedoch erst, wenn sie verstanden, vernetzt und intelligent eingesetzt werden können. Bei vielen Branchenexperten steht deshalb nicht nur künstliche Intelligenz im Mittelpunkt, sondern auch die Datenqualität und die Ausgangslage mit der die KI arbeiten kann. Dafür braucht es klare Strukturen – und einen zuverlässigen Softwarepartner mit Expertise, der die Daten und Prozesse der Versicherungswirtschaft versteht.
KI braucht mehr als nur den Zugriff auf Daten
In der komplexen Versicherungsbranche liegen Daten in Verträgen, in Schadenmeldungen, im Bestand – verteilt in Excel-Tabelle, Maklerverwaltungsprogrammen, E-Mails – die Liste ist lang. KI ist zwar in der Lage, diese Informationen zu finden, durch fehlende Zuordnung, widersprüchlichen Angaben oder veralteten Vertragsständen, kann jedoch die Daten weder verlässlich bewerten noch weiterverarbeiten. Sobald Informationen wie in einer Standardsoftware fachlich zugeordnet und strukturiert, aktuell und transparent in Prozesse eingebettet werden, kann Künstliche Intelligenz einen echten Mehrwert für die tägliche Arbeit schaffen.
Das eigentliche Problem: Fragmentierte Daten statt fehlender KI
Eine große Herausforderung im Arbeitsalltag ist die Tatsache, dass Duplikate, unterschiedliche Vertragsstände oder nicht zugeordnete Dokumente zu einem Datenchaos führen. Ein potentielles Risiko, wenn man KI mit fragmentierten Daten arbeiten lässt. Es ist der Nährboden für fehlerhafte Ergebnisse und doppelten Arbeitsaufwand.
Besonders wichtig ist daher für die KI eine Single Source of Truth. Darunter versteht man nicht zwingend eine einzige Datenbank, sondern eine verbindliche, qualitätsgesicherte, fachlich definierte Datenbasis. Für jeden relevanten Datensatz ist klar definiert, welches System die maßgebliche Quelle ist, wer verantwortlich ist und welcher Dokumentenstand Gültigkeit besitzt.
Um diese verbindliche Datenbasis zu schaffen und zu unterstützen, kann die Arbeit mit einer Enterprise Resource Planning Software, in der Daten gepflegt werden, Zuständigkeiten und Regeln vorherrschen, hilfreich sein. Ein ERP ist aus diesem Grund mehr als nur eine Datenbank! Es gibt der KI die notwendige Orientierung sowie strukturierte Daten:
- Informationen zu Kunde, Vertrag oder Schaden werden fachlich miteinander verbunden
- Datenstände und historisierte Daten (z.B. bei Verträgen) werden nachvollziehbar und transparent dargestellt
- Berechtigungssysteme und Verantwortlichkeiten können abgebildet werden
- Geschäftsprozesse werden automatisiert und in hilfreiche Workflows übertragen
- Externe Daten und Informationen können kontrolliert über APIs integriert werden
Standardsoftware wird zur Quelle für erfolgversprechenden KI-Einsatz
Ein sauber gepflegtes Bestandsdatenmanagement, historisierte Verträge, kontextbasierte Daten:
Eine integrierte Standardsoftware schafft die Voraussetzung, Daten nicht nur zentral zu verwalten, sondern sie fachlich im Rahmen von persönlicher Betreuung zu verknüpfen, zu historisieren und prozesssicher nutzbar zu machen.
Schaut man in die Praxis, erkennt man schnell, weshalb unstrukturierte Daten ein Risiko darstellen. Ein Schaden lässt sich nicht nur anhand einer Schadennummer bewerten. Viel wichtiger und wertvoller sind dabei Informationen wie Vertragslaufzeit, Deckungsumfang, Selbstbehalt, Schadenhistorie, beteiligte Akteure, etc. Nicht zu vergessen sind neben Datenqualität auch Governance oder Verantwortlichkeiten und Berechtigungsrollen. Ein Kosmos an Faktoren, die im Rahmen eines effizienten Schadenmanagements zu berücksichtigen sind. Dabei ist nicht die Anzahl der eingesetzten KI-Tools erfolgversprechend, sondern die Daten- und Kontextqualität. Mit einer integrierten Standardsoftware hat man die Möglichkeit, eine verlässliche Daten- und Prozessbasis zu schaffen, mit der KI effizient und transparent arbeiten kann.
Faktencheck
KI erreicht ihren Mehrwert nicht dadurch, dass sie auf Unmengen an Daten zugreifen kann, sondern dadurch, dass sie die relevanten Daten im richtigen Kontext versteht und verarbeitet. Sie braucht einen verlässlichen Blick auf die fachliche Realität. Eine Standardsoftware wie openVIVA verbindet Kunden mit Schäden, Verträgen, Kommunikation und Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und schafft so ein transparentes Gesamtbild.
openVIVA wird dadurch zu Ihrem Stabilisator, auf dessen Fundament KI sicher recherchieren und kontrolliert in Arbeitsprozesse integriert werden kann.
Quellen
KI-Erfolg beginnt bei den Daten: Fraunhofer FIT auf der Hannover Messe (31.03.2026): https://www.fit.fraunhofer.de/de/presse/26-03-31_KI-Erfolg-beginnt-bei-den-Daten-Fraunhofer-FIT-auf-der-Hannover-Messe.html?utm
Dossier: Künstliche Intelligenz (30.03.2026): https://www.gdv.de/gdv/themen/digitalisierung/kuenstliche-intelligenz